Tight Fit war ein britisches Musikprojekt der frühen 80er Jahre.
Nach dem Erfolg von
Stars on 45 von Jaap Eggermont im Jahr 1980 folgten einige Musikprojekte, die auf der Erfolgswelle der Pop-Medleys mitschwimmen wollten. Einer davon war der Brite Ken Gold, der mit Studiomusikern ein 60er-Jahre-Medley unter dem Titel
Back to the Sixties produzierte. Steve Grant, Denise Gyngell und Julie Harris brachten das Ganze als
Tight Fit auf die Bühne, ob sie auch selbst gesungen haben ist unklar. Des Medleys erster Teil erreichte auf Anhieb Platz 4 in Großbritannien und auch
Part 2 und das zugehörige Album kamen unter die britischen Top 40.
Danach versuchte man es mit einem kompletten Hitsong aus den 60ern. Produzent der Single war Tim Friese-Greene (später bei
Talk Talk) und er suchte sich ein Lied mit einer langen Geschichte aus, das schon mehrfach Erfolg gebracht hatte. Zuerst war der Südafrikaner Solomon Linda mit seinem Lied Mbube aus dem Jahr 1939 in seiner Heimat erfolgreich. 1952 machten die
Weavers daraus eine textfreie Doo-Wop-Nummer und nannten sie
Wimoweh und Anfang der 60er dichtete George Weiss dazu den Text
The Lion Sleeps Tonight. Die
Tokens hatten 1961 damit einen Nummer-1-Hit in den USA, Karl Denver erreichte im Jahr darauf Platz 4 in Großbritannien. Zehn Jahre später war es Robert John, der in den USA Platz 3 erreichte. Und weitere 10 Jahre später hatte
Tight Fit dann einen Riesenhit in ganz Europa. In den deutschsprachigen Ländern erreichten sie die Top 10 und in Großbritannien Platz 1. Neben dem bekannten Trio hatte diesmal Roy Ward, zuvor bei
City Boy, die Tight-Fit-Version eingesungen.
Als nächstes ließ man einen Song niederländischen Ursprungs folgen,
Fantasy Island (im Original von den "The Millionaires", die damit beim Grand Prix Eurovision 1982 Vorentscheid teilnahmen), der bei Tight Fit klang, als sei er von
ABBA höchstpersönlich eingespielt worden. In England und auch in Deutschland konnte man damit Erfolg einfahren.
Für weitere Erfolge fehlte dann wohl allerdings ein klares Konzept und die Beständigkeit. Eine weitere Single und ein Album kratzten noch die Charts an, weitere Singles floppten. Die beiden singenden Tänzerinnen wurden ausgetauscht gegen die Damen Pemberton / Stevens und kurz darauf das Projekt eingestellt. Steve Grant wurde noch in einer Discoband namens Splash und als Solomusiker sowie als Begleitung von
Eartha Kitt gesichtet, ohne jedoch bleibenden Eindruck zu hinterlassen.